Die Schleifkörper werden von einem Bindemittel zusammengehalten, der sogenannten Bindung.
Die Art der Bindung beeinflußt den Aufbau eines Schleifwerkzeuges wesentlich und führt zu sehr unterschiedlichem Schleifverhalten und dadurch zu grundsätzlich unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten der verschieden gebundenen Schleifwerkzeuge.

Man unterscheidet im wesentlichen folgende Bindungsgruppen:

  • Keramische Bindung „V“
  • Kunstharzbindung „B“
  • Faserstoffverstärkte Kunstharzbindung „BF“
  • Gummibindung „R“

 

In jeder Gruppe werden herstellerspezifisch unterschiedlich zusammengesetzte Typen eingesetzt. ELBE stellt hierbei seine Bindungen weitestgehend selbst her.
Dies garantiert eine immer gleichbleibende Qualität und große Flexibilität bei der Spezifikation eine Schleifkörpers.

Keramische Bindung

Die keramischen Bindemittel für unsere Schleifkörper werden aus hochwertigen natürlichen (Ton, Kaolin, Feldspat) und künstlich mineralischen Rohstoffen (glasartige Fritten) aufbereitet.

Beim Brennen der Schleifkörperrohlinge bei Temperaturen von bis zu 1350° kommt die keramische Bindung in Fluß. Beim anschließendem Abkühlen erstarren die jetzt vorhandenen Bindungsstege zu festen Bindungsbrücken und verbinden dadurch die einzelnen Schleifkörner zu einem festen Körper.

Durch die Auswahl und Kombination der einzelnen Rohstoffe werden im Hinblick auf das Schleifverhalten unterschiedliche Bindungscharakteristika erzielt, so daß der Schleifkörper zur Lösung des Schleifproblems angepaßt werden kann.
Sie sind gegen chemische Einwirkung weitestgehend unempfindlich und können unbegrenzt gelagert werden.

Keramische Schleifscheiben sind wenig elastisch und als starrer spröder Körper empfindlich gegen Stöße und Spannungen.

Kunstharzbindung

Für Kunstharzbindungen werden überwiegend Phenolharze in verschiedenen Ausführungen eingesetzt. Das Schleifkorn ist mit einem Harzfilm umhüllt. Dieser beginnt bei Erwärmung zunächst zu fließen und härtet anschließend bei Temperaturen von ca. 200° durch chemische Reaktion aus.
Die Schleifscheiben sind etwas elastisch und daher weniger stoßempfindlich.
Allerdings sollten lange Lagerzeiten sowie chemische Einwirkungen vermieden werden. Beides kann die Festigkeiten deutlich reduzieren und stellt damit ein Sicherheitsproblem dar.

Wegen ihrer großen Festigkeit werden sie besonders bei hohen Umfangsgeschwindigkeiten verwendet und entwickeln dabei große Schleifleistungen.
Der Einsatz beim Naßschleifen ist bedingt möglich.