Die Härte einer Schleifscheibe bezieht sich auf den Widerstand den die Bindung, dem Ausbrechen des Schleifkorns aus dem Verbund, entgegensetzt.

Sie bezieht sich nicht auf die Härte des Schleifkorns

Die Härte des Schleifkörpers wird insbesondere von der anteilig enthaltenen Menge Bindung, aber auch von deren Art bestimmt. Sie nimmt mit zunehmendem Bindungsanteil zu. Dabei werden die einzelnen Schleifmittelkörner immer fester zusammengehalten. In einem harten Schleifkörper sind die Körner somit sehr fest verbunden und widerstehen daher sehr hohen Schleifkräften.

Der Härtegrad wird durch einen Buchstaben gekennzeichnet, wobei er mit zunehmendem Alphabet zunimmt. Er kann ganz grob folgendermaßen eingestuft werden:

Neben der Buchstabenhärte gibt es noch die sogenannte Wirkhärte des Schleifkörpers. Sie wird zunächst von der Buchstabenhärte stark geprägt, beinhaltet aber das Gesamtverhalten eines Schleifkörpers, welches sich aus dem Zusammenwirken aller Komponenten ergibt und wesentlich vom Gefüge des Schleifkörpers abhängig ist.

Generell kann man einen Schleifkörper über Härte und Gefüge so einstellen, daß sich die Schleifkörper bei beginnender Abstumpfung von selbst aus dem Schleifkörper lösen. Dann spricht man von Selbstschärfung, was aber gewisse Einschränkungen gegenüber der Genauigkeit des Werkstücks mit sich bringt.